de/en
logo

Die DeFraktur ist eine Fraktur ohne Bruch und somit ein Widerspruch in sich selbst. Sie ist nicht mit der Feder, sondern digital gezeichnet und besitzt keine alternierenden Strichstärken. Andererseits greift sie charakteristische Eigenschaften der Fraktur auf und hinterfragt sie – wie die sogenannten Elefantenrüssel der Majuskeln B, M, N, P, R, V und W und die unterschiedlichen Glyphen des Buchstaben s.

Als Vorbild diente die Breitkopf Fraktur von Johann Gottlob Immanuel Breitkopf, die als eine der schönsten Frakturen ihrer Zeit gilt.

Die DeFraktur ist ein Rehabiliterungsversuch einer womöglich zu Unrecht aus dem Gedächtnis der Typographie gestrichenen Schriftart; sie strebt die Eröffnung einer Diskussion an – eine Diskussion über Lesefreundlichkeit und Fortschritt, über das Innewohnen von Charakter oder sogar Nationalität von Schrift, über vermeintlich korrekte Fraktursatzregeln und deren Aktualität.

angewandte © Grafik und Werbung
Universität für angewandte Kunst Wien
Univ.-Prof. Matthias Spaetgens

de/en
angewandte © Grafik und Werbung
Universität für angewandte Kunst Wien
Univ.-Prof. Matthias Spaetgens